Begriffe und Zusammenhänge:

PRIVATE ODER GESETZLICHE KRANKENVERSICHERUNG ?
DER GRUNDSÄTZLICHE UNTERSCHIED

I
Privatärztliche Behandlung im Gegensatz zur Kassenversorgung

1.) Allgemeines und Ambulanter Bereich:

In der privaten Krankenversicherung sind Sie grundsätzlich Privatpatient: Sie sind selbst unmittelbarer Auftraggeber Ihrer Ärzte oder Heilbehandler wie etwa Hebammen, Psychotherapeuten und Heilpraktiker; diese müssen folglich Ihnen persönlich eine genaue Rechnung vorlegen und Sie können so alle Punkte der Kostenaufstellung prüfen. Es spielt dabei keine Rolle, ob Ihr Behandler zugleich auch als Vertragsarzt für gesetzliche Kassen tätig ist oder nicht. Selbstverständlich können Sie jede Rechnung sofort und noch unbezahlt bei Ihrem Versicherer einreichen, sodaß Ihnen die Gelder für die Begleichung rechtzeitig zur Verfügung stehen.

Bei Kassenpatienten rechnet der Arzt im Allgemeinen ohne MitspracheMöglichkeit der Betroffenen gleich mit der Kasse ab, und zwar nach deren festen Richtlinien und LeistungsVerzeichnissen. Für Heilpraktiker müssen Sie selber aufkommen.

Ganz anders aufgebaut sind die "Gebührenordnungen", in denen die Honorare für Privatpatienten geregelt sind.

Da die Zahlungen der gesetzlichen Kassen bedeutend magerer ausfallen als die nach den Gebührenordnungen berechnete Erstattung der privaten Versicherer, verzichten viele Ärzte, die es sich auf Grund ihrer hohen Qualifikation leisten können, ganz auf KassenVerträge und stellen Ihr Können ausschließlich Privatpatienten zur Verfügung was sie natürlich nicht von ihrer Pflicht zur Hilfeleistung in etwaigen Notfällen entbindet.

Privatversicherer stellen Ihren Mitgliedern vielfach von vornherein Listen zur Verfügung, welche Naturheilverfahren ohne Einschränkung übernommen werden, auf Antrag werden auch weit darüber hinausgehende Leistungen erbracht. Gesetzliche Kassen bewilligen meist nur in Ausnahmefällen begrenzte Zuschüsse.

2.) Krankenhaus oder Stationäre Behandlung:

Bei den zahlreichen PrivatKliniken wird der Unterschied noch deutlicher:

Während die "Bundespflegesatzverordnung" den VertragsKrankenhäusern der gesetzlichen Kassen schon von vornherein nur die nötigsten Kosten für den jeweils diensthabenden Arzt und für Mehrbettzimmer usw. zuerkannte, wurden jetzt auch noch "Fallpauschalen" eingeführt: Danach treten an Stelle der bisher üblichen Pflegesätze bei bestimmten Krankheitsbildern nur noch eng bemessene FestBeträge, unabhängig von einem vielleicht im Interesse des Patienten gebotenen höheren Behandlungsaufwand. Es wird den Krankenhäusern überlassen, wie sie mit diesen Geldern zurechtkommen, um sie zu einem wirtschaftlichen Denken zu erziehen.

Dagegen können Privatkliniken, die nach der Gebührenordnung abrechnen, in erster Linie darauf bedacht sein, ständig die besten und wenn nötig auch teuersten Heilverfahren, Untersuchungs und FrüherkennungsMethoden, Gerätschaften und Technologien einzusetzen.

Hochqualifizierte Kapazitäten, Spezialisten, Chefärzte und Professoren stehen zu Ihrer Verfügung, auch wenn sie gar nicht am Krankenhaus Ihrer Wahl tätig sein sollten. Diese Leistungen werden als "Privatärztliche Behandlung" zusammengefaßt.

Auch bei der Ausstattung und Unterbringung brauchen Sie es an nichts mangeln zu lassen. Natürlich soll Komfort nicht als bloßes StatusSymbol herhalten; der händeschüttelnde Oberarzt ist wohl das schlechteste Aushängeschild für eine private Absicherung und man sollte sich bloße AlibiVisiten auch nachdrücklich verbitten. Jedoch ist gerade in kritischen Situationen, wenn der Mensch um seine Gesundheit und vielleicht sogar um sein Überleben kämpft, eine aufmerksame, würdige und sogar vorzügliche Behandlung unbedingt notwendig und mehr als hilfreich, um Schmerzen, Angst oder Resignation überwinden zu können und dabei aufgerichtet und mit allen Kräften unterstützt zu werden. Privatpatienten genießen üblicher Weise eine Unterbringung im EinbettZimmer.

Die Grundversorgung, wie sie bei den gesetzlichen Kassen üblich ist, werden als "allgemeine Krankenhausleistungen" oder "Regelleistungen" bezeichnet, die darüber hinausgehenden privatärztlichen Behandlungen durch die leitenden Ärzte des Krankenhauses und die Unterbringung im Ein oder ZweibettZimmer werden zusammen "Wahlleistungen" genannt.

Für Kuren und Sanatorien bieten die einzelnen privaten Versicherer sehr unterschiedliche Leistungsrahmen an, die aber fast immer weit über das Maß der KassenZuschüsse hinausgehen.

3.) Zahnbehandlung und Zahnersatz:

Im Zahnbereich stellen Inlayversorgung und hochwertiger Zahnersatz etwa aus Keramik oder Edelmetall den grundlegenden Standard privatärztlicher Behandlung dar. Dazu kommen alle flankierenden Maßnahmen wie funktionsanalytische BefundErhebung, Modellmontagen und erstklassige Laborleistungen.

Die meisten Tarife unterscheiden zwischen "Zahnersatz", das sind "prothetische Maßnahmen" von der Einzelkrone über die Brücke aufwärts bis zu Implantaten, und "Zahnbehandlung"; diese umfaßt alle übrigen Leistungen einschließlich Gußfüllungen, Extraktionen, Wurzel und ParadontoseBehandlungen und Prophylaxe.

Viele private Versicherer vereinbaren mit ihren neuen Mitgliedern eine "Zahnstaffel", durch die im Zahnbereich die Leistungen in den ersten Versicherungsjahren auf genau festgelegte jährliche Höchstbeträge beschränkt werden. Dadurch kann man vermeiden, daß sich Kunden erst bei schon längst überfälliger Zahnbehandlung einstellen und die Versichertengemeinschaft mit unverhältnismäßigen Kosten schröpfen, während die Beitragsermittlung doch darauf beruht, daß bei jedem gleichermaßen von einem erstklassigen Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Eintritts ausgegangen werden kann. Für bereits vorhandene Defizite und unvermeidlich feststehende Ausgaben darf man die Gelder der Mitglieder nicht verschenken. Darum tut Ihnen ein Versicherer nichts Gutes, wenn er es als Vorzug hinstellt, auf eine Zahnstaffel zu verzichten. Sie würden damit nur ein willkommenes Opfer für berechnende Zeitgenossen, die sich vielleicht auch noch gleich wieder verabschieden, wenn Sie sich erst an den für Ihre langfristige GesundheitsVorsorge bestimmten Geldern bedient haben. Selbstverständlich gewährleistet jeder gute Versicherer, daß im Falle eines Unfalls auch im Zahnbereich von Beginn an keine wie immer gearteten Beschränkungen gelten.

Gesetzliche Kassen kommen lediglich für sehr eingeschränkte Zahnbehandlungen auf, diese beinhalten ausnahmslos Füllungen aus Amalgam oder Kunststoff; für Zahnersatz gewähren sie derzeit noch einen Zuschuß von 45 % bis 55 % mit Bonusheft, ab 1998 nur mehr Festbeträge, und wer 1979 oder später geboren ist, muß bereits jetzt seinen Zahnersatz ganz alleine bezahlen.

4.) Gebührenordnung

Die Gebührenordnungen regeln in allen Einzelheiten, wieviel Ihr Heilbehandler für jede seiner Leistungen verlangen darf.

Es gibt eine "Gebührenordnung für Ärzte" ("GOÄ"), eine "Gebührenordnung für Zahnärzte" ("GOZ") und ein "Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker" ("GebüH").

Die Gebührenordnungen beinhalten die sogenannten " Höchstsätze", die ein Heilbehandler ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung höchstens in Rechnung stellen darf.

Im Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker entspricht dieser Höchstsatz genau den darin angeführten RegelGebührensätzen.

Die Gebührenordnung für Ärzte sieht genauso wie die Gebührenordnung für Zahnärzte als Höchstsatz das 2,3fache des Regelsatzes für ärztliche Leistungen vor, bei schriftlich begründeten maßgeblichen medizinischen Besonderheiten steigt der Höchstsatz sogar auf das 3,5fache. Der Höchstsatz für Medizinischtechnische Leistungen (mit hohem SachkostenAnteil) beträgt das 1,8fache bzw. mit Begründung das 2,5fache des Regelsatzes, für Laborleistungen gilt der 1,15 bzw. 1,3fache Satz. Darüber hinaus regeln genaue Bestimmungen, wann diese Höchstsätze genommen werden dürfen und wieviel in welchen Fällen von diesen Beträgen abzuziehen ist, etwa bei Behandlungen durch Ober, Fach und Belegärzte.

In den neuen Bundesländern gelten noch gewisse "Abschläge", um die diese Höchstsätze verringert werden müssen; im Zuge der laufenden Angleichung werden die Abschläge aber regelmäßig so lange gekürzt, bis sie ganz wegfallen.

Ihr Heilbehandler darf die Höchstsätze nur überschreiten, wenn Sie sich damit vor der Behandlung schriftlich einverstanden erklären, man nennt dies eine "Honorarvereinbarung" oder "Abdingung". Vernünftiger Weise erstatten die meisten privaten Krankenversicherer von vornherein nur im Rahmen der Höchstsätze, da der Behandler hier ohnehin wesentlich besser gestellt ist als bei den Abrechnungen der gesetzlichen Kassen und somit die besten Leistungen ohnehin bereits gewährleistet sind. Vielfach werden zusätzliche höhere Leistungen in bestimmten, wirklich angebrachten Fällen vom Tarif bereits vertraglich festgeschrieben. Sonst kann man davon ausgehen, daß sie auf Antrag auch dann erbracht werden, wenn sie notwendig sind, um eine bestimmte hochwertige Behandlung zu gewährleisten, die zu den üblichen Bedingungen nicht möglich wäre.

Versicherer, die damit werben, daß sie generell und ohne Prüfung auch über die Gebührenordnungen hinaus liquidieren, tun ihren Kunden damit keinen Gefallen: Solche Zusagen sind erfahrungsgemäß allzu schmackhafte Köder, um die Begehrlichkeit vieler Mediziner zu erregen. Wenn es sich erst herumgesprochen hat, daß eine Gesellschaft Geld zu verschenken hat, wird immer mehr zugelangt und die Kosten steigen in einem Ausmaß, das kaum noch in den Griff zu kriegen ist; der zunehmende Aufwand aber muß unausweichlich über Beitragserhöhungen wieder hereingebracht werden und die Versichertengemeinschaft verschenkt letztlich ihr eigenes Geld. BeitragsStabilität und BlankoSchecks sind und bleiben unvereinbar.

II
Private Krankenversicherungen

Sind freiwillige Zusammenschlüsse, die für Ihre Mitglieder das Kostenrisiko der gesundheitlichen Versorgung übernehmen. Die durchschnittlichen Kosten für für sämtliche gebotenen Heilbehandlungen und die entsprechende Vorsorge werden hier auf die Versicherten verteilt, abgestuft nach Geschlecht, Eintrittsalter und fallweise bereits bestehenden Krankheitsrisiken.

Die Berechnung der Beiträge muß von vornherein berücksichtigen, daß die Gesamtheit der Versicherten mit zunehmendem Alter immer mehr medizinische Leistungen in Anspruch nimmt. Dafür werden bereits in jungen Jahren die künftigen Kosten in Form einer "Alterungsrückstellung" mit eingeplant. So enthält der Beitrag von Anfang an große Teile, die für die Verwendung in einem späteren Lebensalter bestimmt sind und in die ausschließlich dafür vorgesehene "Deckungsrückstellung " fließen. Man darf von keinem Versicherten mehr Geld dafür verlangen, daß er älter oder auch von schweren Erkrankungen heimgesucht wird. Dafür sind die Beiträge umso geringer, je jünger man zum Zeitpunkt des Eintritts ist, denn dadurch verbleibt auch ein längerer Zeitraum für den Aufbau der Rückstellung.

Die Rücklagenbildung muß auch der fortwährenden Verteuerung des Gesundheitswesens selbst gerecht werden. Dem trägt in beträchtlichem Umfang die Schaffung zusätzlicher Geldreserven Rechnung, besonders in der "Rückstellung für Beitragsrückerstattung", aus der Einmalbeiträge aufgebracht werden können, um Kostensteigerungen aufzufangen. Die Anlage der mittel und langfristig für die Zukunft bestimmten Mittel erwirtschaftet ansehnliche Gewinne für die Versicherten.

Die einzelnen Unternehmen unterliegen einem harten Wettbewerb: Die besten Versicherer strengen sich entsprechend an, Ihren Kunden hervorragende Leistungen zu bieten, günstige Beiträge und zugleich größtmögliche Sicherheiten, sprich: Rücklagen. Die Kunst besteht darin, diese Kriterien schonungslos abzuklopfen und das tatsächliche PreisLeistungsVerhältnis zu erkennen, also sich nicht nur von niedrigen Beiträgen blenden zu lassen, wenn diese auf Kosten einer ausreichenden Vorsorge beschönigend kalkuliert werden. Von Gesellschaften, die um Ihre Marktstellung kämpfen, indem sie große Teile Ihrer Mittel in Werbung fließen lassen, sollte man tunlichst die Finger lassen.

III
gesetzliche Krankenversicherungen

allgemein "KRANKENKASSEN" genannt sind Körperschaften des öffentlichen Rechts, die dem Bundesversicherungsamt unterstehen. Sie tragen die Kosten der notwendigsten gesundheitlichen Versorgung und finanzieren sich aus BEITRÄGEN ihrer freiwilligen und unfreiwilligen Mitglieder. Der Beitrag wird aus dem jeweiligen EINKOMMEN jedes Versicherten ermittelt, und zwar nach dem "BEITRAGSSATZ", einem von der Kasse jährlich neu festgelegten Vomhundertsatz.

Der Beitragssatz soll so bemessen werden, daß alle im Laufe des Haushaltsjahres vorgesehenen Ausgaben aus den Gesamteinnahmen bestritten werden können. Wenn nicht, muß die Kasse ihn erhöhen.

Man spricht hier vom sogenannten "UMLAGEVERFAHREN", denn es werden dabei lediglich die anfallenden Kosten auf die Mitglieder verteilt. Ein Aufbau von Rückstellungen für die Zukunft erfolgt von vornherein nicht, die Beiträge werden gleich wieder ausgegeben. Die Kasse DARF GAR KEINE RÜCKLAGEN BILDEN, die höher wären als die Ausgaben eines einzigen Monats diese dürftige "Rücklage" soll nach den Worten des 5. Sozialgesetzbuches (§ 261) der "Sicherstellung ihrer Leistungsfähigkeit" dienen. So beschönigend wird aber bloß umschrieben, daß mit dem dünnen Polster einfach die üblichen Schwankungen innerhalb des Haushaltsjahres ausgeglichen werden.

Der ständigen Verteuerung durch den Kostenanstieg im Gesundheitswesen UND durch die fortwährende Überalterung der Bevölkerung steht die gesetzliche Krankenversicherung dergestalt mit leeren Händen gegenüber. Das ist der wesentliche Unterschied zum "ANWARTSCHAFTSDECKUNGSVERFAHREN" der privaten Krankenversicherer, die für Ihre viel gemäßigteren! Beitragserhöhungen so gerne öffentlich gescholten werden.

Leistungen und Tätigkeit werden von Gesetzen geregelt, durch deren wiederholte Neufassung der Staat versucht, die zunehmenden Schwierigkeiten und Engpässe auch dann auszubügeln, wenn er sie selbst mitverursacht hat.

Der Wettbewerb der einzelnen Kassen untereinander wurde ebenfalls durch Gesetze schon weitgehend unterbunden, denn zum Einen wurden die Leistungen per Verordnung gleichgeschaltet, zum Anderen hat man die Kassen zu einem "Risikostrukturausgleich" verpflichtet; danach müssen günstigere Kassen riesige Beträge an ihre von Haushaltsschwierigkeiten bedrängten Mitbewerber abtreten, um die oft beträchtlichen BeitragssatzUnterschiede auszubügeln. Mit diesen Geldern können sich die so Unterstützten ohne Weiteres auch kostspielige WerbeMaßnahmen leisten, um sich gegen Ihre Förderer zu wehren und damit immerhin einen kleinen pikanten Rest von Wettbewerb zu retten. Die damit bezweckten BeitragsSenkungen sucht der Versicherte leider vergebens.

Anders als bei privaten Versicherern wird mit dem Mitglied auch kein Versicherungsvertrag geschlossen, den man vielleicht einklagen oder kündigen könnte, und alle Leistungen sind nur bis zur nächsten Verordnung festgeschrieben.

 

IHRE RECHTSSTELLUNG IN DER PRIVATEN UND IN DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG

I
IHRE RECHTSSTELLUNG ALS
PRIVATER VERSICHERUNGSNEHMER

Jeder Baustein Ihrer privaten Absicherung beruht auf einem rechtskräftigen Vertrag, der zwischen Ihnen und Ihrem Versicherer geschlossen wird. Das Versicherungsunternehmen bekommt von der Aufsichtsbehörde erst nach eingehender Prüfung die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb. Die Einzelheiten regelt vor allem das "Versicherungsaufsichtsgesetz" ("VAG").

Der Versicherungsvertrag besteht hauptsächlich aus 3 Elementen:

Die "Allgemeinen" oder "MusterBedingungen", ergänzt durch die "Besonderen" bzw. die "TarifBedingungen", beschreiben für die jeweilige Sparte den Gegenstand und das Rechtsverhältnis der Versicherung: Dinge wie Leistungsumfang, gegenseitige Rechte und Verpflichtungen wie Kündigungsmöglichkeiten usw.; sie legen ebenso den genauen Rahmen fest für Vertragsänderungen, die für die Gewährleistung einer die Jahrzehnte überdauernden Absicherung notwendig sind, um auch noch nicht absehbaren künftigen Verhältnissen soweit nur irgend möglich gerecht werden zu können.

Der "Tarif" selbst, das ist ein genaues Leistungs und BeitragsVerzeichnis für das gewählte Paket.

Ihr Antrag und der Versicherungsschein einschließlich aller Nachträge und Zusatzerklärungen bilden zusammen Ihren persönlichen Vertrag, darin finden sich die von Ihnen ausgewählten Leistungen, Ihre Angaben zur Person und zu den maßgeblichen Gefahrenumständen, VerbraucherInformationen und dergleichen.

Jeder dieser Bestandteile kann auch Regelungen beinhalten, die gewisse Bestimmungen des übergeordneten Textes erweitern oder verbessern ("Einschlüsse") oder beschränken (" Ausschlüsse"). Wenn der Versicherer Ihren Antrag rechtskräftig annimmt, müssen Sie alle diese erwähnten Unterlagen ausgehändigt bekommen, sodann haben Sie noch 14 Tage Zeit, ohne weitere Verpflichtungen oder Spesen und ohne Angabe von Gründen vom Vertrag zurückzutreten.

Die allgemeinen rechtlichen Grundlagen sind in Gesetzen und Verordnungen fest geregelt, die für alle Versicherer gleichermaßen gelten: Im "Bürgerlichen Gesetzbuch" ("BGB"), vor allem im "Gesetz über den Versicherungsvertrag" ("VVG"), dazu im "Gesetz zur Regelung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen" ("AGBG") und etlichen anderen.

Wichtigster Angelpunkt Ihrer Rechtsstellung ist Ihre lebenslange Unkündbarkeit: So lange Sie Ihre Beiträge zahlen, muß Ihnen Ihr Versicherer auch uneingeschränkt den vereinbarten Schutz gewähren; und selbst, wenn Sie mit sämtlichen Krankheiten dieser Welt geschlagen wären, darf man keinen Pfennig mehr verlangen als von anderen Versicherten, die zu den gleichen Bedingungen aufgenommen wurden, egal, wie hoch Ihre BehandlungsKosten auch sein mögen.

Einzige Ausnahme sind bloße ErgänzungsVersicherungen, die gesetzlich Versicherten bestimmte ZusatzLeistungen zurKassenVersorgung bieten: Hier erlaubt das Gesetz dem Unternehmen, in den ersten drei Jahren zu kündigen. Viele Gesellschaften verzichten aber im Vertrag ausdrücklich auf dieses Recht. Und selbstverständlich werden wir Ihnen im Bereich der ZusatzVersicherung ausschließlich diese Versicherer empfehlen, bei denen Sie von Anfang an vollen Kündigungsschutz genießen!

Eine "Aussteuerung", wie sie von den gesetzlichen Kassen bei zu kostspieligen Patienten gehandhabt werden kann, gibt es bei privaten Krankenversicherern nicht!

II
IHRE RECHTSSTELLUNG IN DER
GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG

Die Rechtsverhältnisse und Leistungen der verschiedenen Sparten der Sozialversicherung sind in verschiedenen Gesetzestexten vorgeschrieben, allen voran in den "Sozialgesetzbüchern" ("SGB I, IV, V, VI, X, XI"), in Durchführungsverordnungen und immer neuen Ergänzungen, wie etwa im berüchtigten "Gesundheitsstrukturgesetz" oder im erst kürzlich verabschiedeten "1. und 2. Gesetz zur Neuordnung von Selbstverwaltung und Eigenverantwortung in der gesetzlichen Krankenversicherung", einfacher auszusprechen als "NOG"; der gehaltvolle Name bezeichnet den Versuch, den immer weiter klaffenden Defiziten durch neuerliche Leistungseinschränkungen und Beitragserhöhungen entgegen zu wirken. Darum heißt das "NOG" auch im Volksmund viel weniger gehaltvoll "Sparpaket ".

All diesen einschneidenden Änderungen Ihrer Rechte und Ansprüche können Sie als Versicherungspflichtiger auch nicht durch eine Kündigung entkommen. Einzige Ausnahme bilden die in den gesetzlichen Krankenkassen freiwillig Versicherten.

Ein Vetrag wird mit Ihnen gar nicht geschlossen, weder im Falle der üblichen Zwangsmitgliedschaft noch bei einem freiwilligen Beitritt. Auch erhalten Sie keine Unterlagen, aus denen Ihre Leistungsansprüche ersichtlich wären, sondern lediglich Mitteilungen über Ihre Verpflichtungen, Beantwortungen einzelner Anfragen oder Anträge und mitunter Merkblätter oder schlicht Werbematerial.

Da der Gesetzgeber zugleich so etwas wie der Dienstherr der Sozialversicherungsträger ist, muß er sich bemühen, deren Schwierigkeiten, Geldverlegenheiten und Ansprüche jederzeit durch "bedarfsgerechte" Erlässe zu klären. Ihr Mitspracherecht beschränkt sich auf die Wahlurne.

Dennoch wird erstaunlicher Weise der hochoffiziell und amtlich auftretenden Sozialversicherung und besonders den gesetzlichen Krankenkassen gerade dafür von den meisten Menschen ein unerschütterlicher Vorschuß an fast schon blindem Vertrauen entgegengebracht sogar von an sich rundum kritischen Zeitgenossen, die sich über die Fähigkeiten unserer Politiker eigentlich keinen Illusionen hingeben und sonst an kaum einem Federstreich des Staates oder der Behörden ein gutes Haar lassen. Ja, manche gehen in ihrer Kritik sogar so weit, daß sie unserer und anderen Regierungen vorwerfen, nicht weiter als bis zu den nächsten Wahlen denken zu wollen und in der Sozialpolitik ebenso wie in drängenden Umwelt und Wirtschaftsfragen ständig nur perspektivlos die augenfälligsten Lecks abzudichten, während das Schiff weiter sinkt.

Es wäre gewiß falsch, ohne gründliche Prüfung um jeden Preis zu einem Wechsel von einer gesetzlichen in die private Krankenversicherung zu raten, wie dies nur allzu oft aus reiner Kundenfängerei geschieht. Die entscheidenden Kriterien für diese Prüfung bilden letztendlich der genaue Leistungsumfang, der Ihnen geboten wird, und vor allem die Vorzüge des Unternehmens, das Sie sich als Partner aussuchen!

 

DIE WICHTIGSTEN AUFGABEN DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG:

 

1.) Behandlungskosten:

Die gesetzlichen Kassen übernehmen grundsätzlich nur die Kosten ihrer Vertragsärzte und Vertragskrankenhäuser und dies mit wesentlichen Einschränkungen, die hinlänglich bekannt sein dürften: Zuzahlungen für Krankenhäuser, Arzneien, Zahnersatz und Brillen, Zahnfüllungen gibt es nur aus Amalgam oder bestenfalls Kunststoff, um die wichtigsten zu nennen.

Die Leistungen der privaten Krankenversicherer für Ihre gesundheitliche Versorgung sind grundsätzlich wesentlich besser und weitreichender als die der gesetzlichen Kassen; um wieviel und wie sie sich im Einzelnen von diesen unterscheiden, bestimmen Sie selbst durch das gewählte TarifPaket, wobei Sie angenehmer Weise einen sehr breiten Spielraum haben. Dinge wie Kochkurse und AerobicRatgeber gehören in der Regel nicht dazu, dafür Behandlungen durch Heilpraktiker, Psychotherapie, Privatkliniken, Inlays, Weltgeltung und vieles mehr.

Um Ihnen eine umfassende Beurteilung der Lage zu ermöglichen, müssen wir im Folgenden gerade die Punkte deutlich herausstellen, die zu Gunsten der gesetzlichen Versorgung sprechen könnten und vor dem Abschluß einer privaten Krankenversicherung entsprechend sorgfältig zu beachten sind. Trotz aller Gewissenhaftigkeit kann diese Darstellung aber nicht alle einzelnen Sachverhalte und Ausnahmen vollständig wiedergeben.

2.) Mutterschaftsgeld und Erziehungsgeld:

Erziehungsgeld gibt es nach der Geburt eines Kindes 24 Monate lang, und zwar länderspezifisch von den Bezirksämtern, Versorgungsämtern, Jugendämtern, Städten und Gemeinden oder anderen Behörden. Unabhängig davon, ob die Mutter gesetzlich oder privat krankenversichert ist, beträgt es monatlich 600, abzüglich einkommensabhängiger Kürzungen.

Gesetzlich versicherte Mütter haben den Vorteil, daß sie während des Bezugs von Erziehungsgeld in den meisten Fällen keine Beiträge für ihre Krankenkasse zu zahlen brauchen. Private Krankenversicherer zahlen dafür bei Hausentbindungen ansehnliche Pauschalen um die 1.000, bis 1.500, an ihre versicherten Mütter oder ermöglichen für die Entbindung mit allem drum und dran die Inanspruchnahme der besten Privatkliniken. Dafür können sie an den Beiträgen nichts mehr kürzen, schon, um diese für die versicherten Frauen möglichst günstig zu halten.

Während der Mutterschutzfristen das sind allgemein nicht mehr als 6 Wochen vor bis 8 Wochen nach der Entbindung erhalten gesetzlich versicherte Arbeitnehmerinnen ein Mutterschaftsgeld von 750, monatlich, von denen aber das Erziehungsgeld abgezogen wird, so daß davon in der Regel nur etwa 150, tatsächlich ausgezahlt werden, das ergibt um die 490,während der ganzen Schutzfrist.

Privat versicherte Arbeitnehmerinnen bekommen vom Bundesversicherungsamt statt dessen einmalig 400, Mutterschaftsgeld ungekürzt, zusätzlich zum Erziehungsgeld.

Selbständigen Müttern gewähren die gesetzlichen Kassen grundsätzlich nur einmalig 150, Mutterschaftsgeld oder, wenn sie bei ihrer Kasse einen Tagegeldanspruch haben, dieses versicherte Tagegeld während der Mutterschutzfrist in diesem Fall gibt es dafür keine Beitragsbefreiung.

Für Privatversicherte Selbständige gelten bei den einzelnen Gesellschaften unterschiedliche Vereinbarungen; man kann als Richtschnur etwa das versicherte Tagegeld für 7 Tage erwarten.

Nicht berufstätige haben nur in gesetzlichen Kassen einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld, allerdings auch nicht mehr als 150, einmalig.

3.) Günstige Beiträge für Geringverdiener:

Durch die Bemessung nach dem Einkommen bieten die gesetzlichen Kassen einen sehr preiswerten Grundschutz für die ganze Familie. Private Versicherer werden nicht billiger, wenn Sie weniger verdienen, langen aber auch nicht zu, wenn Ihr Einkommen steigt. Bei der Einzelfallprüfung ist auch zu beachten, daß gesetzliche Kassen von Sonderzahlungen wie Urlaubs und WeihnachtsGeldern ebenfalls Ihren Obulus nehmen, während private Versicherungen ihre Monatsbeiträge wie schon der Name sagt nur zwölf mal im Jahr verlangen.

Wer arbeitslos ist, wird dadurch unausweichlich versicherungspflichtig und muß und kann seine private Krankenversicherung gleichzeitig ruhend stellen oder kündigen.

4.) Niedrigere Beiträge für Rentner:

Jede gesetzliche Kasse bietet eine sogenannte "Krankenversicherung der Rentner" ("KVdR"), deren Beitragssatz um etwa einen bis zwei Prozentpunkte niedriger liegt als der für Berufstätige. Das macht nicht viel aus, da aber der Beitragssatz ein Prozentwert ist, nach dem der Beitrag aus dem Einkommen berechnet wird, sinkt dieser doch ganz beträchtlich, wenn man bislang ein Einkommen um die 6.000, DM monatlich hatte und danach nur eine Rente zwischen 2.000, und 3.000, erhält. Und die gesetzliche Höchstrente liegt derzeit knapp über 3.000, monatlich und kommt nur LangzeitSpitzenverdienern zu Gute.

Besonders für Arbeitnehmer gibt es eigene Bausteine in der privaten Krankenversicherung, die eine feste Beitragssenkung ab 65 gewährleisten zusätzlich zu den vom Versicherer bereits von vornherein eingeplanten Maßnahmen zur Beitragsentlastung älterer Mitglieder. Für diese TarifBausteine muß der Arbeitgeber genauso seinen Anteil zuschießen wie für Ihre gesamte private Kranken und PflegeVersicherung.

Alternativ oder ergänzend kann eine verantwortungsbewußt konzipierte private Rente in ihrer Höhe eine Beitragsentlastung ab einem gewissen von Ihnen übrigens in diesem Fall frei wählbaren Alter genau so beinhalten wie den bei Arbeitnehmern dann wegfallenden ArbeitgeberZuschuß. In beiden Fällen bieten sich Lösungen an, die weitaus kostengünstiger sind, als allgemein angenommen: Eine lebenslang garantierte Rente von 250, monatlich können Dreißigjährige schon mit einem monatlichen Aufwand unter 25, erzielen!

5.) Familienversicherung:

Kinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen sind in den gesetzlichen Kassen beitragsfrei mitversichert. Hier muß Ihre familiäre Situation ganz individuell berücksichtigt werden und Ihr Konzept für eine private Absicherung muß die Beiträge für Ihre Familienmitglieder beinhalten.

6.) Krankengeld:

Arbeitnehmer erhalten im Krankheitsfall eine meist sechswöchige Lohn oder GehaltsFortzahlung durch den Arbeitgeber. Im Anschluß übernimmt der private Versicherer im Rahmen der "TagegeldVersicherung" die Sicherstellung Ihres Lebensunterhalts anstelle des "Krankengelds" der gesetzlichen Kassen nur daß Sie Ihr Tagegeld bis zur Höhe Ihres vollen NettoEinkommens (zuzüglich des vollen Beitrags zur Rentenversicherung und des ArbeitgeberZuschusses zur privaten Krankenversicherung) frei wählen können und keine Abzüge zu befürchten haben.

Selbständige bekommen bei Arbeitsunfähigkeit natürlich so oder so keine Bezüge von einem Arbeitgeber. Sie können über eine private Krankentagegeldversicherung mit einer nach Wunsch vereinbarten Karenzzeit von mindestens einer Woche ihren Lebensunterhalt sichern. Aus Kostengründen empfiehlt sich meist eine längere Karenzzeit, sodaß das Tagegeld ab dem 22. oder 43. Tag einsetzt, am besten ist meist eine Staffelung aus diesen beiden Fristen.

Eine schlimme Sache kann die "Aussteuerung" eines gesetzlich Versicherten werden: Wer innerhalb von 3 Jahren mehr als 78 Wochen lang wegen des selben Leidens krank geschrieben ist, muß mit der Beendigung seines KrankengeldAnspruches rechnen.

Für diese Regelung bietet die private Krankenversicherung definitiv keinen Ersatz, hier gibt es keine wie immer geartete "Aussteuerung": Die unbefristet versicherten Krankentagegelder werden so lange bezahlt, wie die vorübergehende Arbeitsunfähigkeit besteht.

Erst bei einer ärztlich festgestellten dauernden Arbeitsunfähigkeit endet die Zuständigkeit der Krankenversicherer egal ob gesetzliche oder private für Ihren Lebensunterhalt. Für diesen Fall muß Ihr Einkommen durch eine BerufsunfähigkeitsVersicherung geschützt sein!

7.) Die "Soziale Pflegeversicherung"

übernimmt Kosten für häusliche oder stationäre Pflege nach festen Maßgaben und bis zu knappen Höchstgrenzen. Im äußersten Fall muß der Pflegebedürftige zusätzlich mehrere tausend Mark selbst aufbringen. Die Leistungen sind gesetzlich geregelt, und zwar einheitlich für die soziale und die private Pflegeversicherung, hier gibt es keine Unterschiede.

Der Beitrag richtet sich in der sozialen Pflegeversicherung nach dem Einkommen und liegt bei 1,7% vom Brutto, die Beiträge der privaten Versicherer richten sich nach dem Eintrittsalter: Wer noch nicht 50 bzw. in den neuen Bundesländern noch nicht 47 ist, kommt bei den Privaten meist wesentlich billiger weg.

 

 

WER KANN SICH ÜBERHAUPT PRIVAT KRANKENVERSICHERN?

 

1.)

Das Wichtigste ist auch hier Ihre Gesundheit: Nur wer keine ernsthaften Erkrankungen oder laufenden Behandlungen hat, wird von den privaten Versicherern überhaupt aufgenommen. Bei leichten Erkrankungen ist meist auch eine Versicherung gegen einen im Einzelfall zu berechnenden BeitragsZuschlag möglich. Aber da die hochrangigen Leistungen, die private Krankenversicherungen bieten, natürlich für Menschen, die bereits eine hochwertige oder teure medizinische Versorgung brauchen, besonders begehrenswert sind, würde deren Zustrom die Grenzen des Bezahlbaren schnell sprengen.

Private Versicherungen sind keine aus Spenden oder öffentlichen Zuschüssen gebildeten Hilfsorganisationen für bereits in Bedrängnis Geratene, sondern GefahrenGemeinschaften freiwilliger Mitglieder, die mit ihren Beiträgen haushalten müssen. Darum gilt wie bei allen Versicherungen: Man kann nur eine allen gleichermaßen drohende Gefahr versichern, indem man ihre Kosten auf die Gesamtheit möglichst gerecht verteilt, aber nicht bereits eingetretene Schäden.

Deshalb können Sie dieser Gemeinschaft nur beitreten bevor es zu spät ist. Dafür sind alle nach Ihrem Eintritt auftretenden Erkrankungen, und seien sie noch so schlimm, uneingeschränkt abgesichert, man kann Ihren Beitrag unter keinen Umständen nachträglich erhöhen, weil Sie sehr krank sind, und niemand kann dafür "ausgesteuert" oder gar gekündigt werden.

2.)

Außerdem kann eine private Vollversicherung grundsätzlich nur abschließen, wer nicht laut Gesetz versicherungspflichtig ist:

 

Alle Freiberufler und Selbständigen mit wenigen Ausnahmen;

Abhängig Beschäftigte, also Angestellte und Arbeiter, wenn ihr jährliches Brutto-Einkommen über der sogenannten "BeitragsBemessungsGrenze" liegt; diese ist für 1997 mit 73.800, festgelegt, in den neuen Bundesländern einschließlich OstBerlins beträgt sie lediglich 63.900,;

Beamte und Beihilfeberechtigte ganz allgemein für diese ist die private Krankenversicherung eigentlich unverzichtbar, weil sie sonst jederzeit auf einem großen Teil der nicht vorhersehbaren Behandlungskosten sogar im Krankenhaus sitzen bleiben können;

Von der Versicherungspflicht aus welchen Gründen auch immer Befreite.

Da dieser Überblick vielfältige Ausnahmen unberücksichtigt lassen muß, kann es nie schaden, wenn Sie uns einfach fragen!

3.)

Versicherungspflichtige können allerdings ohne Weiteres durch eine private ZusatzKrankenversicherung ihre Kassenversorgung gezielt aufstocken. Sie können so nach Belieben entweder nur die härtesten Einschränkungen auffangen, wo die gesetzlichen Kassen immer mehr sparen müssen, oder auch Ihren Gesundheitsschutz bis auf das Niveau eines Privatversicherten anheben!

 

 

DER RICHTIGE UMGANG MIT "UNTERNEHMENSKENNZAHLEN"

Das weite und schwer zu überschauende Reich der "UnternehmensKennzahlen" spielt in zahlreichen Veröffentlichungen eine eher unheilvolle Rolle. Schon Ihre Benennung, oft auch unrichtige oder leichtfertige Erklärungen, öffnen Mißverständnissen Tür und Tor.

"BeitragsZuwachsRaten" etwa können sowohl gesundes Wachstum durch Neugeschäft als auch schlichte Verteuerung anzeigen, hochgepriesene "EigenkapitalQuoten" haben nicht viel mit Rücklagen zur BeitragsStabilisierung zu tun, im Gegenteil: Hier kommen die Anleger und Aktionäre ins Spiel, an die woher wohl? eine Gesellschaft möglichst herzhafte Renditen ausschütten muß! Außerdem ist eine Erhöhung des Eigenkapitals hoch zu versteuern, was letztlich ebenfalls zu Lasten der Versicherten geht. Daß gerade diese Quote oft genug in bunten Magazinen als Maßstab für Sicherheit schlechthin hergenommen wird, läßt sich nur mit fachlicher Unbedarftheit und Oberflächlichkeit erklären.

Werden solche Rechenergebnisse auch noch mit beliebigen "Gewichtungen" versehen, um sie einfach nebeneinander stellen zu können, und dergestalt der Öffentlichkeit als schlichte PunkteChips in einer GewinnShow vorgeführt, gerät das Ganze zu einem Vexierspiel. Oberflächlicher Journalismus bedient so gerne den verständlichen Leserwunsch nach vereinfachenden Rastern und leichtverdaulicher Aufbereitung schwieriger Sachverhalte, um am Ende ein "Siegerpodest" zu präsentieren, an dem sich der verunsicherte Kunde festhalten kann so lange, bis er in anderen Blättchen mit ebenso viel FachChinesisch aufgemachte, sonst aber verblüffend abweichende Hitparaden findet und erst recht nicht weiß, auf welche Zahlen er jetzt setzen soll.

Umso schlimmer, wenn solche Werte auch noch von vornherein gedankenlos und laienhaft ermittelt werden etwa von Leuten, die ihre Untersuchungen über einen in Anbetracht eines Menschenlebens mehr als läppischen Zeitraum von ganzen 6 (sechs!) Jahren zur "LangzeitStudie" hochjubeln, oder von "VerbraucherSchützern", die nicht einmal die gedruckten Tarifbedingungen richtig wiedergeben...

Gewiß kann ein Journalist, der jede Woche ein anderes Sachgebiet behandeln muß, sich nicht annähernd so gründlich in seinen Gegenstand vertiefen wie ein Fachmann, der die Materie zu seinem Beruf gemacht hat und sich Jahre oder Jahrzehnte lang fast ausschließlich damit beschäftigt. Das überschäumende Selbst und sogar SendungsBewußtsein so mancher Verfasser aber scheint einzig auf der sorglosen Hoffnung zu beruhen, daß man dem Verbraucher bald alles als "kritisch" andrehen kann, was sich mit gedruckten Zahlen schmückt.

Tatsächlich sind bei der sorgfältigen und vollständigen Beurteilung eines Unternehmens die vielfältigen betriebswirtschaftlichen Quoten durchaus zu beachten. Allerdings unter strenger Berücksichtigung ihrer ganz eigentümlichen Aussagekraft bzw. schwäche und unter Einbezug zahlreicher nicht minder bedeutsamer Umstände, wie etwa ihrer Entwicklung im Wandel der Zeit und ganz bestimmter mit Ihnen verbundener Qualitäten. Es ist dies aber eine wissenschaftliche Arbeit für Fachleute, und selbst unter denen sind immerhin etliche Bewertungen zurecht strittig.

Bei den wichtigsten UnternehmensKriterien haben wir es vorrangig mit ganz besonderen Eigenschaften und wesentlichen Voraussetzungen zu tun, die jede für sich mehr oder weniger unverzichtbar und notwendig sind. Deshalb können etliche dieser Voraussetzungen überhaupt nicht durch irgendwelche anderen Vorzüge ersetzt oder ausgeglichen werden. Wenn das Essen vergiftet ist, braucht man sich weder Gedanken über Geschmack noch über Nährwert zu machen und erst recht nicht um den Preis zu feilschen. Ebenso werden Sie sich Angesichts eines ungenießbaren Fraßes gar nicht erst mit seinem Giftgehalt befassen wollen...

Umgekehrt gibt es Gesichtspunkte, die sich ziemlich leicht in schlichten Geldwert umrechnen lassen wie etwa Kosten für Brillengestelle, feste Selbstbehalte oder dergleichen. Derartige Größen braucht man nur zum entsprechenden Beitrag zu halten, um beurteilen zu können, ob dieser sich aus den angepriesenen Leistungen tatsächlich rechtfertigen läßt. Nur darf man hier einen ganz anderen Umstand nicht übersehen: In manchen Belangen kann übertriebene Großzügigkeit eines um Kunden werbenden Versicherers diese dazu reizen, übermäßig zuzulangen, schon, um gegenüber anderen Versicherten nichts zu versäumen. Ist eine solche Lawine aber erst im Rollen, kann der zunächst als so günstig glänzende Beitrag nicht mehr lange gehalten werden und muß dem KostenUnfug hinterher laufen!

Auf all diese Feinheiten und nachrangigen Merkmale werden wir hier schon aus Platzgründen nicht näher eingehen. Sie fallen erst bei der Erarbeitung eines maßgeschneiderten Angebots ins Gewicht, und wir werden sie alsdann individuell und sehr sorgfältig mit Ihren persönlichen Wünschen abstimmen.

Einige der wichtigsten Begriffe wollen wir hier kurz erläutern:

1.)

Die Beiträge beinhalten vier RechnungsPosten: Alle rechnerisch erfaßbaren Aufwendungen für die gesundheitliche Versorgung im Laufe des ganzen Lebens werden gleichmäßig auf den Zeitraum der durchschnittlichen Lebenserwartung aufgeteilt; ein Teil davon ist entfällt bereits auf den Verbrauch im gegenwärtigen Lebensalter und heißt RisikoAnteil, der für die Zukunft eingeplante Rest bildet die Alterungsrückstellung. Dazu kommen der Kostenanteil für den Betrieb des Versicherungsunternehmens und ein Sicherheitszuschlag.

2.)

In der Deckungsrückstellung werden die Gelder aufbewahrt, die ausschließlich für die Versicherungsleistungen im Alter bestimmt sind. Ihr Aufbau und ihre laufende Verstärkung erfolgen aus drei Quellen: Aus den in den Beiträgen enthaltenen Alterungsrückstellungen, aus der "rechnungsmäßigen Verzinsung" der Kapitalanlagen in Höhe von 3,5 % und aus der DirektGutschrift. In letztere fließen mindestens 80 % der ZinsÜberschüsse, das sind die über die 3,5%ige Verzinsung hinausgehenden Kapitalerträge. Je mehr Überschüsse eine Gesellschaft der DirektGutschrift zuleitet, desto verlaäßlicher rüstet sie sich für die Zukunft.

3.)

Die "Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung" ("RfB") wird aus den GesamtÜberschüssen gespeist dazu gehören auch Einsparungen durch geringere Ausgaben als geplant und ist ebenfalls ausschließlich für die Versicherten bestimmt: Entweder als Einmalbeiträge zur Abwendung von Beitragssteigerungen oder als Barausschüttung an Versicherungsnehmer, die ein oder mehrere Jahre lang keine Leistungen in Anspruch genommen haben. Dafür müssen die eingebrachten Gelder nach spätestens 3 Jahren eingesetzt werden.

Für welche der beiden Möglichkeiten wieviel dieser Mittel genommen werden und warum, darüber sagt die "RfBQuote" nichts aus: Dies ist am "RfBEntnahmeanteil" abzulesen.

Die "RfBQuote" gibt die Höhe der erfolgsabhängigen RfB im Verhältnis zu den Beitragseinnahmen eines Jahres an.

Es werden auch noch weitere Quoten zur RfB gehandelt, allerdings beziehen sich alle nur auf die "erfolgsabhängige RfB":

Die "RfBZuführungsquote" setzt die Zuführung zur RfB innerhalb eines Geschäftsjahres ins Verhältnis zu den Beitragseinnahmen des selben Jahres. Dadurch werden die Leistungen eines Versicherers für die RfB genauer beschrieben, denn in der "RfBQuote" werden die Rückstellungen aus 3 Jahren zusammengeworfen.

Die "RfBBestandsquote" wiederum setzt die vorhandene erfolgsabhängige RfB zur Deckungsrückstellung in Bezug. Hier schneidet aber ein Versicherer mit hoher Deckungsrückstellung zwangsläufig schlechter ab. Wir erwähnen diese Quoten vor allem als Beispiel, damit nicht ähnlich klingende mit der eigentlichen RfBQuote verwechselt werden!

4.)

Noch wichtiger scheint uns die ebenfalls aus DirektGutschriften von ZinsÜberschüssen gebildete "erfolgsunabhängige RfB", weil diese ausschließlich für die BeitragsEntlastung der über 65jährigen Versicherten verwendet werden muß.

5.)

Die "Überschußverwendungsquote" (genauer sollte man sagen: "ZinsüberschußVerwendungsquote") beschreibt, wie groß die Zuführungen zur Direktgutschrift und zur erfolgsabhängigen RfB im Verhältnis zum Ergebnis nach Steuern sind, also zum Gewinn der Gesellschaft. Letzterer kann zwar auch für Rücklagen verwendet werden; dennoch findet sich hier eine wesentliche Aussage über die Verwendung der Erträge für die elementarsten Aufgaben im Interesse der Versicherten: Die Direktgutschrift fließt nämlich ausschließlich in die Deckungsrückstellung und in die bereits erwähnte erfolgsunabhängige RfB.

6.)

Die "Zinsüberschußbeteiligungsquote" setzt hier an, indem sie die Zuführungen zur Direktgutschrift und zur erfolgsabhängigen RfB zur Höhe dieser erwähnten ZinsÜberschüsse ins Verhältnis setzt also zu den NettoKapitalerträgen abzüglich der 3,5 %, die ohnehin in die Deckungsrückstellung fließen.

Bemerkenswert ist, daß sich auf beide Quoten die Aufstockung der Eigenmittel negativ auswirkt, während gerade diese Eigenmittel auf der anderen Seite von den meisten Rezensenten wieder so positiv bewertet werden...

7.)

Die "Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote" wiederum zeigt, wie solide die Beiträge kalkuliert sind: Wieviel bleibt von den Beiträgen nach Auszahlung der Leistungen an die Versicherten und Bestreiten der verschiedenen Kosten noch übrig? Die Formel lautet: Überschuß der Gesellschaft vor Steuern und vor Zuführungen in Direktgutschrift und in RfB abzüglich sämtlicher Kapitalerträge das Ganze im Verhältnis zu den Beitragseinnahmen.

Die Beiträge müssen so berechnet werden, daß aus ihnen nach einer feststehenden Zuführung zur Deckungsrückstellung sämtliche Aufwendungen bestritten werden können, für die sie vorgesehen sind. Sind sie trotz Sicherheitszuschlag zu knapp kalkuliert, wird die Quote negativ. Der Versicherer muß seine Ausgaben zum Teil aus den Zinsüberschüssen bestreiten und es bleibt weniger Geld für die Verstärkung der Rückstellungen ein leichtsinniger Frevel!

Eine sehr hohe Quote ist zwar andererseits Voraussetzung dafür, daß das Unternehmen auch außergewöhnlich hohe Mittel für die Reserven zur ZukunftsSicherung zur Verfügung hat; es kann diese Gelder aber genauso statt für Rückstellungen für eine Erhöhung der Gewinne oder für kostspielige Werbemaßnahmen verwenden! Dann wäre die Versicherung schlicht zu teuer, auch wenn sich aufwendige Werbung für das Unternehmen selbst leider fast immer sehr auszahlt.

Diese Zusammenhänge zeigen in aller Deutlichkeit: Eine ganz grundlegende und unverzichtbare Kennzahl aber in den Händen von MonopolySpielern wird sie schnell zu Mummenschanz!

Wenn Sie noch mehr wissen wollen, stehen wir Ihnen gerne Rede und Antwort.


"FOCUS"


Die Zeitschrift "Focus" hat in ihrer Ausgabe 2 / 1995 die folgenden, marktbeherrschenden Krankenversicherer alleine in Hinblick auf ihre langfristige Beitragsentwicklung untersucht:

Alte Oldenburger DBV Inter
Arag Debeka Landeskrankenhilfe
Barmenia Deutscher Ring Münchner Verein
Bayrische Beamtenkrankenkasse DKV Signal
BerlinKölnische Gothaer Süddeutsche
Central Hallesche Nationale Universa
Colonia HanseMerkur Vereinte
Continentale Iduna Nova Victoria

Da sehr kleine Versicherer von allen Wechselfällen des Schicksals härter getroffen werden und für statistische Abweichungen jeder Art viel zu empfänglich sind, empfiehlt es sich von vornherein nicht, auf "Außenseiter" zu setzten. Somit erscheint uns die Auswahl der hier beurteilten Gesellschaften auch voll und ganz ausreichend.

Wir geben hier den zweiseitigen Aufsatz unverändert wieder:

Die eigentliche, für Sie maßgebliche Beitragshöhe bei den einzelnen Gesellschaften kann durch die anschaulichen bunten Pfeile im "Focus"Schaubild natürlich in keiner Weise schlüssig wiedergegeben werden. Dafür gibt es viel zu viele Möglichkeiten sowohl der allgemeinen Tarifgestaltung eines Unternehmens als auch der bedarfsgerechten Zusammenstellung für den einzelnen Kunden.

Nebstbei: Die Mängel des BegleitTextes sind uns durchaus bewußt: Neben der allgemeinen Dürftigkeit aller Erklärungen zur Methode und zum Hintergrund vor allem die grobe Voreiligkeit einiger Aussagen (noch dazu sind es deren eigentlich gar nicht so viele). Die schwindelerregenden Kostensteigerungen im Gesundheitsbereich jedenfalls lassen sich bestimmt nicht mit forschen PaukerSprüchen kleinerklopfen. Gerade hier kommt es darauf an, daß Ihr Versicherer auf allen Ebenen die gebotene Vorsorge betreibt!

"BILLIGANGEBOTE"



Es ist durchaus nichts gegen kostengünstige Tarife für bestimmte Zielgruppen zu sagen, die einen sinnvoll auf das Grundlegende eingegrenzten Leistungsumfang bieten. Die von uns herausgearbeiteten Anforderungen an die Klarheit, Korrektheit und Zügigkeit bei allen Bearbeitungen und noch mehr an die Gewissenhaftigkeit und Tragfähigkeit der Kalkulation auch und gerade für die Zukunft dürfen aber in keinem Fall aufgeweicht werden.

Natürlich ist kaum der teuerste Anbieter zugleich der beste, denn ein wirklich guter Versicherer sollte ganz klar auch ein hervorragendes PreisLeistungsVerhältnis zu bieten haben. Der Billigste kann aber leicht einer der Teuersten werden, wenn er Stabilitätskriterien leicht nimmt und die Rücklagenbildung vernachlässigt, sodaß ihm die Kosten früher oder später aus dem Ruder laufen müssen und ihn folglich das unvermeidliche Verhängnis erst recht in Form unhemmbar wuchernder Beiträge ereilt. Diese Gefahr droht ganz handfest bei Versicherern, die sogenannte "zweite Tarifreihen" auf den Markt bringen, die sich von den heillos überteuerten alten nur oberflächlich unterscheiden. Solcher Art beschönigte BeitragsKalkulationen können sich darum auch nur begrenzte Zeit über Wasser halten, nämlich gerade so lange, wie die damit angelockten gesunden und jungen NeuVersicherten noch in der Überzahl sind; denn diese verursachen ja in den ersten Jahren noch unterdurchschnittlich geringe Kosten...


"COMPUTERVERGLEICHE"


Die so häufig angebotenen "ComputerVergleiche" gehen fast durch die Bank schon von ganz eingeschränkten Voraussetzungen aus: So gut wie alle Untersuchungen beziehen von Vornherein nur eine äußerst geringe Anzahl von Gesellschaften ein, deren Auswahl noch dazu durch nichts gerechtfertigt wird. Der vorrangige Wert oder Unwert eines Versicherers wird gar nicht in Frage gestellt: Nicht Anständigkeit und Vertrauenswürdigkeit werden geprüft, nicht die BeitragsStabilität, die solide Konzeption und durchdachte Strategie eines Unternehmens. Sondern ausschließlich die tariflichen Leistungen dienen dort als sehr fragwürdige Meßlatte.

Die rechtsverbindlich abgefaßten LeistungsBeschreibungen sind aber von Haus aus sehr vielschichtig aufgebaut und entsprechend schwierig wiederzugeben. Daher werden sie in den gängigen "Computer"Übersichten einer schädlichen Vereinfachung halber willkürlich verkürzt und oft nicht nur an völlig unwesentlichen Nebensächlichkeiten festgemacht, sondern auch noch eindeutig unrichtig dargestellt.

Die persönlichen Umstände und Bedürfnisse des einzelnen Kunden werden erst recht nicht ausreichend beachtet; die meisten Programme sind schließlich nicht in der Lage, mehr als ein paar enge, vorgegebene Gesichtspunkte einzubeziehen.

Vor allem ist das Gebiet der Krankenversicherung wie schon dargelegt ein sehr komplexes, das mit nackten Zahlen alleine unmöglich überschaubarer gemacht werden kann, da hier in entscheidendem Umfang ganz unterschiedliche Qualitäten eine Rolle spielen. Wird blindlings an diesem Sachverhalt vorbei schon oft genug in den Verbraucherzeitschriften mit oberflächlich benutzten UnternehmensKennzahlen Schindluder getrieben, so finden bei den ComputerRoßtäuschern nicht einmal diese die allergeringste Beachtung. Dagegen wirken Anbieter, die mit ihren unzensierten Zensuren aus irgendwelchen natürlich trefflich ausgewählten Druckschriften hausieren gehen, noch richtiggehend seriös.

Zu allem Überfluß werden die angepriesenen Outputs im Allgemeinen bloß als wohlfeile Köder benutzt, um dem Kunden, der damit als NichtFachmann unausweichlich! nur sehr wenig anfangen kann, einen Vertreterbesuch aufzudrängen. Dies wird vollends durchschaubar, wenn die verglichenen Gesellschaften gar nicht erst namentlich genannt werden. Und damit noch nicht genug, handelt es sich bei den aufgeführten Angeboten allzu oft bloß um verschiedene Tarife ein und desselben Versicherers!

Abergläubische Zeitgenossen soll schlicht die vorgeschobene "Unbestechlichkeit" oder "Genauigkeit" des Computers beeindrucken; wer sich selbst mit Computern beschäftigt, weiß am besten, daß die vielbemühte "Objektivität" der Maschine gerade darin besteht, daß Sie geduldig und ohne Kommentar unbestechlich genau das ausführt, was der Nutzer ihr ein und vorgibt.


ÄRZTE


Für Ärzte und Angehörige von Heilberufen allgemein werden besonders günstige Leistungspakete angeboten, da hier erfahrungsgemäß nicht nur besonders aufmerksam auf die Gesundheitspflege geachtet wird, sondern auch etliche Behandlungskosten "in der Familie" bleiben. Zu beachten ist aber, daß der Tarif selbst keine Leistungseinschränkungen vorsieht, denn eine Hautärztin etwa wird kaum Gehörschäden selbst behandeln wollen.

Zusätzliche SonderBedingungen gibt es vor allem für Ärzte im Praktikum oder Zahnärzte!

Ganz besonders wichtig: Länger dauernde Krankheiten haben bei selbständigen Ärzten meist nicht nur Einbußen des NettoEinkommens zur Folge, sondern auch empfindliche UmsatzAusfälle. Damit aber ist die Existenz Ihrer Praxis und Ihre berufliche Zukunft gefährdet. Denn Sie müssen nicht nur Ihren Lebensunterhalt bestreiten, sondern auch Ihre betrieblichen Festkosten wie Aufwendungen für Mieten, Gehälter, Leasingraten und so fort, vielleicht auch die Kosten einer Vertretung.

Ihr NettoEinkommen sichern Sie über ein Krankentagegeld ab. Für den Schutz gegen Umsatzausfälle ist aber die Krankentagegeldversicherung definitiv ungeeignet: Sie ist nicht nur viel zu kostenaufwendig, wenn Sie Ihren ganzen Umsatz damit abdecken wollen, der Versicherer ist auch unabhängig von der Höhe der abgeschlossenen TagegeldVersicherung nicht verpflichtet, mehr zu zahlen, als Ihr tatsächlich nachweisbares NettoEinkommen ausmacht!

Deshalb wurde für diese gravierende Versorgungslücke ein eigenes Spezialprodukt entwickelt: Die Praxisausfallversicherung, auf die kein niedergelassener Arzt verzichten sollte!


ZAHNÄRZTE


Unter Zahnärzten ist es zumeist üblich, daß Kollegen einander kostenfrei behandeln. Daher gibt es die sehr preisgünstige Möglichkeit, bei Verzicht auf Erstattungen für zahnärztliche Behanlung die

Material und Laborkosten zu 100 % abzusichern!

Für niedergelassene Zahnärzte ebenfalls unentbehrlich: Die Praxisausfallversicherung!


BEIHILFEBERECHTIGTE


Die Beihilfevorschriften für Beamte und Angehörige des öffentlichen Dienstes sehen in den einzelnen Ländern ganz unterschiedliche und sehr vielschichtige Leistungen vor. Für jeden Bedarf lassen sich die entsprechenden Ergänzungen problemlos zusammenstellen. Große Unterschiede gibt es bei den sogenannten BeihilfeErgänzungstarifen, die von der Beihilfe vorgenommene Einschränkungen auffangen und zum Teil auch wesentlich höhere Leistungen zusätzlich bieten.

Wer im öffentlichen Dienst beschäftigt und dennoch in einer Krankenkasse pflichtversichert ist, hat meist Anspruch auf "Restkostenbeihilfe", die wie die normale Beihilfe immer nur bestimmte Prozentsätze der Behandlungskosten übernimmt. Auch dafür gibt es spezielle Zusatztarife, die Ihre Erstattung auf 100 % ergänzen. Verbindliche Auskünfte über Ihre Ansprüche erhalten Sie von Ihrer zuständigen Beihilfestelle am besten schriftlich anfordern, damit Sie schwarz auf weiß Bescheid erhalten!


AUSZUBILDENDE


Wer sich in Berufsausbildung befindet, kann, wenn sie oder er nicht versicherungspflichtig ist, sehr kostengünstige SonderTarife in Anspruch nehmen, die nur bis längstens zum 34. Lebensjahr gelten. Der niedrige Beitrag kann vor allem deshalb geboten werden, weil hier keine Alterungsrückstellung gebildet werden muß. Dennoch haben die Versicherten die Möglichkeit, ohne neue Gesundheitsprüfung in einen vollwertigen Tarif mit gleichartigem Versicherungsschutz bis ans Lebensende zu wechseln. Das bedeutet, es gibt keine neuen RisikoZuschläge oder Leistungseinschränkungen, wenn während des Ausbildungstarifes irgendwelche Erkrankungen aufgetreten sind, und seien es auch noch so schwere.

KompaßRose


Wir stehen Ihnen für alle Fragen kurzfristig zur Verfügung und vereinbaren gerne auch ein persönliches Gespräch.

SPRECHEN SIE UNS AN !