Begriffe und Zusammenhänge:

Berufs-Bezogene Besonderheiten

 

Selbständige und Freiberufler

Leistungspakete mit fest eingegrenzter Selbstbeteiligung ermöglichen fast immer außerordentlich günstige Beiträge.

Wenn Sie jedes Jahr einen bestimmten Betrag von Ihren Aufwendungen selbst zu tragen bereit sind, so können Sie sicher sein, daß Sie im selben Jahr deutlich mehr an Beiträgen einsparen als Ihr Selbstbehalt insgesamt ausmacht. In jedem Jahr, wo Ihre Behandlungskosten geringer sind als die Selbstbeteiligung, sparen Sie noch weit darüber hinaus.

Das hat seinen einfachen Grund darin, daß bei einer vollen Erstattung aller Aufwendungen durch den Versicherer beim Kunden leicht das Gefühl entstehen kann, selbst zu kurz zu kommen, wenn man das Leistungs-Angebot nicht möglichst weit ausnutzt.

Da Sie als Selbständiger keinen Arbeitgeber-Zuschuß zu Ihren Versicherungs-Beiträgen bekommen, spielt es für Sie auch keine große Rolle, ob Sie mit Ihrem eigenen Geld Ihren Beitrag bezahlen oder unmittelbar die Arztrechnung; im letzteren Fall ersparen Sie sich auch die Einreichung der Rechnung und dem Unternehmen die Bearbeitung, was zusätzlich zur Kostensenkung beiträgt.

Die wichtigste Aufgabe der privaten Krankenversicherung besteht darin, Ihnen im Ernstfall die bestmögliche Behandlung zu sichern und sie vor unüberschaubaren Kosten zu schützen.

Eine Leistungs-Beschränkung nach oben hin muß also in jedem Fall vermieden werden, deshalb wäre es auch halsbrecherisch, ohne jede Versicherung gleich alle Behandlungskosten aus eigener Tasche zahlen zu wollen, ohne wissen zu können, was die Zukunft an Überraschungen und Gefahren bereit hält.

Das ist die eigentliche Grundlage des Versicherungs-Gedankens. Dem gegenüber steht der Versorgungs-Gesichtspunkt, der auf eine Übernahme möglichst sämtlicher Kosten abzielt. Unterm Strich bringt es aber keinen Vorteil, wenn Sie auch Ihre kleineren Aufwendungen auf dem Umweg über höhere Beiträge bezahlen müssen; durch die damit heraufbeschworene Anspruchs-Haltung auch Ihrer Mitversicherten schneiden Sie meist sogar zwangsläufig schlechter ab. Einen überschaubaren Kosten-Anteil sollte man daher möglichst in eigener Verantwortung handhaben können.

Das ist die beste Grundlage für ein gesundes, zugleich leistungskräftiges und preisgünstiges Versicherungs-Konzept.

Spezial-Tarife dieser Art werden hauptsächlich von Selbständigen bevorzugt, die auf die Einsatzfähigkeit ihrer Arbeitskraft besonders angewiesen sind und keinen Vorteil von ausgedehnten Krankheits-Zeiten haben. Deswegen kommt Ihnen hier zusätzlich die Einbindung in eine überdurchschnittlich kosten-stabile und verantwortlich handelnde Versicherten-Gemeinschaft zu Gute.

Leider werden solche Konzepte oft alleine deshalb ungern angeboten, weil Ihre Selbstbeteiligung - im Unterschied zu Ihren Beiträgen - niemandes Umsatz steigert.


Arbeitnehmer

Für Angestellte und Arbeiter gilt das für Selbständige Gesagte nur zum Teil: Eine vernünftige Selbstbeteiligung kann grundsätzlich immer die Beitragsentwicklung Ihrer privaten Krankenversicherung dämpfen, weil diese Regelung sehr einfach und wirksam kostenbewußtes Verhalten fördert.

a Sie aber von Ihrem Arbeitgeber einen hälftigen Zuschusz zu den Beiträgen, nicht jedoch zu den von Ihnen selbst getragenen Aufwendungen bekommen, rechnet sich die Sache erst, wenn die jährliche Beitrags-Ersparnis mindestens das Doppelte Ihres Selbstbehalts ausmacht.

Die Leistungskraft und Stabilität der auf Selbstbehalten beruhenden Tarife ermöglicht in den meisten Fällen tatsächlich eine derart einschneidende Beitrags-Vergünstigung.

Bei der Gegenrechnung ist ferner zu beachten, daß zum Einen eine höhere Selbstbeteiligung den Vorteil bietet, daß man sie nur seltener tatsächlich voll erbringen muß, weil die durchschnittlichen Arzt-Kosten meist darunter bleiben. Zum Anderen ist der Arbeitgeber-Zuschuß grundsätzlich auf den Betrag beschränkt, den er bei einer gesetzlichen Krankenkasse ausmachen würde. Eine hochwertige private Absicherung bei kinderreichen Alleinverdienern kann unter Umständen aber auch teurer kommen. Deshalb muß man im Einzelfall eine ganz genaue Rechnung aufmachen.

Wenig bekannt ist auch, daß Ihr Arbeitgeber eine Beteiligung an verbleibenden Arztkosten bis zu 1.000,-- im Jahr ebenso als Betriebsausgabe steuerlich geltend machen kann wie den Beitrags-Zuschuß. Hier läßt sich oft eine individuelle Regelung zum allseitigen Vorteil vereinbaren.

Zuschußfähig ist nicht nur Ihre Krankheitskostenversicherung, die Krankentagegeldversicherung, das Krankenhaustagegeld und alle derartigen Leistungspakete für Ihre Familie, sondern auch Sondertarife für eine feste zusätzliche Beitragsverringerung im Alter!

Durch einen solchen Vorsorge-Tarif haben Sie die nicht zu überschätzende Möglichkeit, eine Art privater Rente, die ab 65 fest mit Ihren Versicherungs-Beiträgen verrechnet wird, für einen Aufwand von bloß der Hälfte des tatsächlichen Beitrags zu erwerben. Ihre private Krankenversicherung kostet Sie damit im Rentenalter kaum noch ein Taschengeld.

Durch die hohe Verzinsung und Überschußbeteiligung dieser Anlage, die der von privaten Renten- oder Lebensversicherungen gleichkommt, erzielen Sie damit gemessen an Ihren tatsächlichen Aufwendungen unterm Strich Renditen von bis zu 30% im Jahr!


Ärzte und Heilbehandler

Für Ärzte und Angehörige von Heilberufen allgemein werden besonders günstige Leistungspakete angeboten, da hier erfahrungsgemäß nicht nur besonders aufmerksam auf die Gesundheitspflege geachtet wird, sondern auch etliche Behandlungskosten „in der Familie" bleiben. Zu beachten ist aber, daß der Tarif selbst keine Leistungseinschränkungen vorsieht, denn eine Hautärztin etwa wird kaum Gehörschäden selbst behandeln wollen.

Zusätzliche Sonder-Bedingungen gibt es vor allem für Ärzte im Praktikum oder Zahnärzte!

Ganz besonders wichtig: Länger dauernde Krankheiten haben bei selbständigen Ärzten meist nicht nur Einbußen des Netto-Einkommens zur Folge, sondern auch empfindliche Umsatz-Ausfälle. Damit aber ist die Existenz Ihrer Praxis und Ihre berufliche Zukunft gefährdet. Denn Sie müssen nicht nur Ihren Lebensunterhalt bestreiten, sondern auch Ihre betrieblichen Festkosten wie Aufwendungen für Mieten, Gehälter, Leasingraten und so fort, vielleicht auch die Kosten einer Vertretung.

Ihr NettoEinkommen sichern Sie über ein Krankentagegeld ab. Für den Schutz gegen Umsatzausfälle ist aber die Krankentagegeldversicherung definitiv ungeeignet: Sie ist nicht nur viel zu kostenaufwendig, wenn Sie Ihren ganzen Umsatz damit abdecken wollen, der Versicherer ist auch - unabhängig von der Höhe der abgeschlossenen Tagegeld-Versicherung - nicht verpflichtet, mehr zu zahlen, als Ihr tatsächlich nachweisbares Netto-Einkommen ausmacht!

Deshalb wurde für diese gravierende Versorgungslücke ein eigenes Spezialprodukt entwickelt: Die Praxisausfall-Versicherung, auf die kein niedergelassener Arzt verzichten sollte!


Zahnärzte

Unter Zahnärzten ist es zumeist üblich, daß Kollegen einander kostenfrei behandeln, viele Maßnahmen werden auch vom Patienten selbst durchgeführt.

Daher gibt es die sehr preisgünstige Möglichkeit, bei Verzicht auf Erstattungen für zahnärztliche Behandlung die Material- und Laborkosten zu 100% abzusichern!

Für niedergelassene Zahnärzte ebenfalls unentbehrlich: Die Praxisausfallversicherung!


Beihilfeberechtigte

Die Beihilfevorschriften für Beamte und Angehörige des öffentlichen Dienstes sehen in den einzelnen Ländern recht unterschiedliche und sehr vielschichtige Leistungen vor. Für jeden Bedarf lassen sich die entsprechenden Ergänzungen problemlos zusammenstellen. Die sogenannten Beihilfe-Ergänzungstarife, fangen die von der Beihilfe vorgenommenen Einschränkungen auf und bieten zum Teil auch wesentlich höhere Leistungen zusätzlich.

Wer im öffentlichen Dienst beschäftigt und dennoch in einer Krankenkasse pflichtversichert ist, hat meist Anspruch auf „Restkostenbeihilfe", die wie die normale Beihilfe immer nur bestimmte Prozentsätze der Behandlungskosten übernimmt. Auch dafür gibt es spezielle Zusatztarife, die Ihre Erstattung auf bis zu 100% ergänzen. Verbindliche Auskünfte über Ihre Ansprüche erhalten Sie von Ihrer zuständigen Beihilfestelle - am besten schriftlich anfordern, damit Sie schwarz auf weiß Bescheid erhalten!


Auszubildende und Studenten

Wer sich in Berufsausbildung befindet oder studiert, kann, wenn sie oder er nicht versicherungspflichtig ist, sehr kostengünstige Sonder-Tarife in Anspruch nehmen. Die meisten gelten bis längstens zum 34. Lebensjahr und der niedrige Beitrag ergibt sich daraus, daß hier noch keine Alterungsrückstellung gebildet werden muß. Dafür haben die Versicherten die Möglichkeit, ohne neue Gesundheitsprüfung in eine hochwertige Vollversicherung bis ans Lebensende zu wechseln. Das bedeutet, es gibt keine neuen Risiko-Zuschläge oder Leistungseinschränkungen, wenn während des Ausbildungstarifes irgendwelche Erkrankungen aufgetreten sind, seien es auch noch so schwere.

                  

Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß diese Zusammenfassung nicht vollständig sein kann und sämtliche Angaben ohne Gewähr erfolgen. Rechtsverbindlich sind ausschließlich die einzelnen Gesetzes- und Vertragstexte und die Unterlagen, die Sie von der Versicherungsgesellschaft selbst erhalten.

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