Begriffe und Zusammenhänge:

Untersuchung der Beitrags-Stabilität in "FOCUS"

Bereits 1995 hat die Zeitschrift "Focus" einen Unternehmens-Vergleich angestellt, der sich - bei allem, was es sonst daran auch auszusetzen gibt - doch in zweierlei Hinsicht als wesentlich griffiger und hilfreicher erweist als die unzähligen kreuz und quer zusammen gestrickten "Tests", die es kaum je unterlassen können, rundum ganz unterschiedliche, widersprüchliche und selbst richtig falsche Einzelheiten und Zahlen oder gar rundweg schädliche Ansprüche im Kessel ihrer selbst ausgedachten Bewertungen mit ebenso gedankenlos aufgeschnappten Vorurteilen zu kunterbunten Hitparaden zu verbrauen; worin dann jeglicher Erkenntniswert restlos zerrieben, rückstandsfrei zerkocht und schmackhaft vorverdaut, am Ende geflissentlich unauffindbar bleibt.

Die Abhandlung im „Focus" stellt die kardinale Todsünde der zweiten Tarifreihen" in den Mittelpunkt der Betrachtung - und sichtet hierzu ausschließlich die tatsächliche langfristige Beitragsentwicklung bei den einzelnen Gesellschaften.

Die folgenden marktbeherrschenden Krankenversicherer wurden untersucht :

Alte Oldenburger

DBV

Inter

Arag

Debeka

Landeskrankenhilfe

Barmenia

Deutscher Ring

Münchner Verein

Bayerische Beamten

DKV

Signal

Berlin-Kölnische

Gothaer

Süddeutsche

Central

Hallesche Nationale

Universa

Colonia ( die heutige AXA )

Hanse-Merkur

Vereinte

Continentale

Iduna Nova

Victoria

Je mehr Versicherte die immer anfallenden Behandlungskosten auf ihre Schultern verteilen, desto weniger anfällig wird ihre Gemeinschaft für jegliche Abweichungen vom Durchschnitt. Deshalb empfehlen wir von vornherein nicht, auf allzu kleine „Außenseiter" zu setzten, bei denen sich zufällige Häufungen von Schadensfällen leider viel empfindlicher auswirken und mit ein Bißchen Pech die erforderlichen Aufwendungen schnell hoch treiben können. Füglich dürfen wir die Zusammenstellung der beurteilten Gesellschaften auch als voll und ganz ausreichend betrachten.

Durch einfaches Anklicken können Sie die Veröffentlichung gleich in gesonderten Fenstern aufrufen :


 Aufsatz 

 1. Tafel 

 2. Tafel 

Ausschlaggebend für unsere Auswahl gerade dieser Veröffentlichung war die übersichtliche Gliederung des Marktes in GRUPPEN von Anbietern, die ausschließlich NACH EINEM EINZIGEN GESICHTSPUNKT ermittelt werden, und zwar nach dem letztlich entscheidendsten und unerläßlichsten Prüfstein für die Aufgabe einer beständigen Krankheitskosten-VORSORGE.

Die Beurteilung erfolgte zwar rein EMPIRISCH und darf deshalb für sich alleine noch lange nicht als Freibrief für alle in der ersten Abteilung aufgeführten Unternehmen gelten; die Bedenken gegen die anderen Gesellschaften hingegen, denen in der Vergangenheit bereits zum Teil sehr schwere Sünden anzulasten sind, müssen wir indes unbedingt ernst nehmen: Hier fehlt eindeutig die notwendige Grundlage, um den strategischen Fähigkeiten und der Gewissenhaftigkeit dieser Anbieter vertrauen zu dürfen. Und ein derartiger Makel wäre auch nicht durch noch so glänzende Zeugnisse in der gegenwärtigen Geschäftspolitik wett zu machen - alleine konnten wir solche Glanzlichter ohnehin bei keinem Aufleger von „zweiten Tarifreihen" ausmachen.

Verwertbare Vergleiche der verschiedenen jeweils in der selben Gruppe aufgeführten Unternehmen lassen sich aus den schlichten Zeichnungen nicht ableiten: Jede Gesellschaft bietet ganz unterschiedliche Tarife an, und welche davon für eine brauchbare Gegenüberstellung überhaupt in Frage kommen, läßt sich nur in einer genauen bedarfsbezogenen Untersuchung feststellen. Auch machen die Beiträge selbst in jedem einzelnen Tarif, den Sie hier immer bloß durch einen einfachen Pfeil dargestellt sehen, eine stetige Wandlung durch; keinesfalls kann man daran also ablesen, wo Sie im Augenblick Ihres Eintritts in die private Krankenversicherung gerade am günstigsten dran wären.

Auch die ganz üblichen Mängel des Begleit-Textes sind uns sehr wohl bewußt: Neben der allgemeinen Dürftigkeit aller Erklärungen zur Methode und zum Hintergrund nämlich vor allem die grobe Voreiligkeit einiger Aussagen - selbst wenn man solche bei "Focus" ohnehin eher spärlich gesät hat. Die schwindelerregenden Kostensteigerungen im Gesundheitsbereich jedenfalls lassen sich bestimmt nicht mit forschen Pauker-Sprüchen kleiner klopfen. Gerade deswegen kommt es ja so sehr darauf an, daß Ihr Versicherer auf allen Ebenen die gebotene Vorsorge betreibt! - Auch will uns hart eingehen, warum sich etwa der „Deutsche Ring" außer bei den neueren Billig-Angeboten auch noch bei den empfehlenswerten Versicherern findet - oder die „Central" nicht nur bei den alten Versicherern mit aus dem Ruder gelaufenen Beiträgen, sondern zugleich bei den „jüngeren".

Als Neu-Einsteiger wären übrigens noch die „Mannheimer" zu nennen, die immerhin ein ausgezeichnetes Tarif-Werk und eine - bis jetzt - zuverlässige Kalkulation zu bieten hat, und die „HUK-Coburg", eine Gesellschaft, die schon immer hauptsächlich mit niedrigen Preisen warb und als Krankenversicherer bereits nach kurzer Zeit durch empfindliche Beitrags-Erhöhungen auffiel. Den Einstieg der HUK-Coburg in das Krankenversicherungs-Geschäft verdanken wir wohl hauptsächlich ihrer Intim-Feindschaft mit der „Debeka", dem zweiten großen Versicherer, dessen Politik vorwiegend auf Billigst-Angebote für den öffentlichen Dienst abzielt. Im Gegenzug hat sich die Debeka mit einer eigenen K.F.Z.-Versicherung versucht, da dieser Zweig für die Werbung von Neu-Kunden ähnlich bedeutsam ist wie die Krankenversicherung in der Beamtenschaft. Beide Gesellschaften haben mit diesen Vorstößen in Neuland wohl niemandem einen Gefallen getan, auch nicht sich selber. Die „Debeka" wiederum wurde von den „Focus"-Fachleuten nur teilweise zu Unrecht bei den Neu-Anbietern eingereiht. Zwar besteht sie schon bald an die 100 Jahre, doch bis Ende der Achtziger durften dort in der Tat ausschließlich Angehörige des öffentlichen Dienstes und eigene Vereins-Mitglieder aufgenommen werden, wenngleich letzteres wiederum hauptsächlich dazu, um die satzungsgemäße Beschränkung selbst jederzeit umgehen zu können. Was allerdings ganz zutreffend im „Focus"-Schaubild bereits auffällt, ist der bei der Debeka offenbar mit wenig Kopfzerbrechen hingenommene große Beitrags-Unterschied zwischen den einzelnen Altersgruppen. Ältere Leute können ja ohnedies kaum noch bei einem anderen Versicherer unterkommen, und wenn sie sich dennoch einmal trollen, so ist man noch ganz froh, daß man die zunehmend kostenträchtigen Mitglieder los ist - und nicht ihre über Jahrzehnte eingezahlten und angesparten Beiträge.

Kompaß-Rose

Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß diese Zusammenfassung nicht vollständig sein kann und sämtliche Angaben ohne Gewähr erfolgen. Rechtsverbindlich sind ausschließlich die einzelnen Gesetzes- und Vertragstexte und die Unterlagen, die Sie von den Versicherungsgesellschaften selbst erhalten.

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